Am 21. Oktober 2000 lud ich alle jene, die in den letzten Jahren einen wichtigen Teil zu meiner Entspannung vom „Studienstress“ beitrugen (kurzum: meine besten Freunde und family – natürlich), ins Café Napoleon nach Leoben ein, um mit mir den Studienabschluss zu feiern…

Ca. 40 davon haben´s dann auch geschafft, wirklich in Leoben aufzutauchen.

Bereits am Nachmittag traf sich der engere Familienkreis vor der Alma Mater, um sich die besten Plätze für das große Zeremoniell vorab zu sichern. Auch die Wiener Verwandtschaft – vertreten durch Mimi, Werner und Fritz Chudik – ließ es sich nicht nehmen, bei der Erhebung des ersten Robé in den Akademiker-Stand dabei zu sein…
Mit dem Eintreffen der Schwiegerfamilie in spe wurde das steife Leobner Klima zusehends freundlicher.
Mittels einiger Biere und gemütlicher Stimmung konnte auch der etwas zu kühl geratene Nachmittag den Teilnehmern die gute Laune nicht nehmen.
Dies ist die Holztafel, an die die frischgebackenen Studienabsolventen mit dem Rücken geschlagen werden – und zwar gemäß der Semesteranzahl oft.
Zumindest in der Theorie:
Denn aus irgendwelchen Gründen vergisst das Publikum allzu oft bei welcher Zahl man angelangt ist und muss dann natürlich wieder von vorn zu zählen beginnen.
Klingt aber härter als es ist – bis auf ein paar blaue Flecken waren für mich als Bodycheck-gestählten Eishockeyspieler keine „schweren Verletzungen“ zu beklagen.
Geschultert von zwei meiner besten Freunde (JJ und Arno) konnte die Feierlichkeit beginnen: Am Beginn wird man durch den Zeremonienmeister – bei mir das Mölltaler Urgestein Michael Kerschbaumer (sprich: Mihhhael Kärschbahmah) – der versammelten Belegschaft vorgestellt.Anschließend gemäß dem Ritual nach dem Lebensmotto (Wer viel schläft, verschläft das Leben) befragt und sodann ein Seiterl Bier auf ex geleert.
Hat man´s rinnen lassen, wird das Glas auf das Kopfsteinpflaster geschmissen.
Hierauf krempelt der Redner die Ärmel hoch, denn er wird zur Bestie.
Vergessen sind all die Sympathien, wenn es um´s „zuwidreschen“ geht.
Ich hatte etwas Glück, da ich als erster von uns dreien an die Reihe kam. Die Vergesslichkeit des Publikums hielt sich somit noch etwas zurück. Bei einer Brutto-Studiendauer von 14 Semestern interessiert man offensichtlich kaum jemanden…
Anders sah es da schon bei Tom Hatzenbichler aus. Stolze 20 Semester zählte er. Er durfte jedoch an die 30 mal die Holzplanke mit dem Rücken küssen.Frau und Kinder litten natürlich bei jedem Schlag mit, doch was ein echtes „Donawitzer Arbeiterkind“ (er selbst im O-Ton) ist, hat damit auch keine Probleme…

 

Der Tom war einer der lässigsten und am meisten „Mensch gebliebenen“ Studienkollegen. Getreu seinem Credo – Den Mutigen hilft Gott – sind wir mehr als oft  zu Prüfungen gemeinsam angetreten…Nach dem Bierauszug und einer Rede am Barbara-Brunnen mit Kuss für selbige löste sich die gemeinsame Feier in die jeweiligen Lokalitäten auf.Das Café Napoleon habe ich in zwei Bereiche gesplittet. Der eine Bereich wurde für die „ältere“ Belegschaft auf Kaffeehaus-Flair à la „Mitter“ gebracht, währenddessen die „Jüngeren“ unter einer Beschallung von 1200 W den Abend in Kellerparty-Atmosphäre zubringen konnten.Hier nur die zwei Bilder von der Party-Runde. Wer die ungeschminkte Wahrheit dieser Feier sehen möchte, kann sich ein echt geiles Video bei mir besorgen.

thx to Mizeratti/Rosatti-productions für eines der besten „Dokumentations-Videos“, wo jemois geb´n hot!!

RESPECT!

Beteiligte:

Erwin, Susanna, Erwin jun. Rudi Robé samt Sista Ansch – Christian Tassatti – Beate, Martin, Lo und Heli Katnik – Mimi, Werner und Fritz Chudik – Franz Prießnig – Jürgen Jenecek & Christina – Patrik Kury – Astrid und Christian Roithner – Martin Griesser – Dani Kobzina & Ernst Schmitzberger – Silke & Gerald Leitner

Leoben-Posse: Arno Gruber & Ulli – Jürgen Maresch – Coke – Christian Sallinger, Michael Kerschbaumer, Johannes Köberl, Laaber Thomas, Jannis, Robert Steinberger, Istvan Godor

…et moi aussi – bien sur!