Gaishorner See

Szene-Freak Gernot Zehner hat sich wieder mal das beste Equipment zur Ausübung der neuen Trendsportart zugelegt. Nicht irgendein Kite zum Surfen sollte es sein, sondern ein XXX der Edelmarke NORTH musste als Flugsegel dienen. Davon hatte er auch gleich zwei Stück im Gepäck – ein XXX mit m² und für sein Girlie Ruth auch noch einen kleineren XXX mit XXm².

Die ersten Surfversuche im See hatte ich leider nicht miterlebt. Haben mir auch nicht wirklich gefehlt, da der See mit herbstlichen 15 Grad aufwartete und die bei dem Wind wohl nur mit Trockenneopren ohne Verkühlung zu überstehen gewesen werden…

Obwohl man es mit einem Vierleiner zu tun hat, steuert sich der Tube-Kite praktisch wie meine Matte, die als Zweileiner geflogen wird.
Ist man am Trepez eingehängt, kann man mit dem beidseitigen Ziehen/Nachgeben der Arme den Kite „depowern“ – d.h.: die Zugkraft nehmen, falls der Kite mal zu rassig zieht.
Trotz des Zweileiner-Handlings ist der XXX ausreichend agil zu steuern. Im Unterschied zu meiner Pro-Design-Matte ist das Zugverhalten über das Windfenster aber gänzlich anders.
Der Tube-Kite entwicklet durch seinen flügelförmigen Tragflächenquerschnitt erst durch Speed so Richtig Zugkraft. D.h.: die Zugkraft nimmt mit der Geschwindigkeit des Kites sprungartig zu.

Zieht man also mit Speed quer über den vertikalen Windfensterbereich reisst es einen viel impulsiver vom Boden weg, als vergleichsweise mit meiner Matte (siehe Gernot im Bild links).
Dafür kann einem – beispielsweise bei schwachen Windphasen – der Kite auch mitten im Windfenster krepieren (=stallen).

Wir hatten an diesem Nachmittag gute Windbedingungen, sodass wir uns unter den kleineren XXX hängten.

Wie diese Fotos zeigen, reichte auch dessen Zugkraft völlig aus, um unser „Zarterl“ Hans vom Boden zu heben…

…und erst recht ging’s bei Kitern, die 20 Kilo weniger wiegen ;-).

Die Umstellung auf die neue Steuerungsart ist schnell erfolgt und so konnten schnell nette Jumps in die Luft gezeichnet werden.

Noch viel eher zu meiden ist der zentrale Windfensterbereich in Bodennähe: Hier nimmt der Kite so stark Speed auf, dass man in seinen Turnschuhen mit der Beschleunigung eines Sportwagens über den – hoffentlich ebenen – Ackerboden pflügt.

Vor allem bei der Startphase ein Thema…

Nächsten Sommer werden dann die ersten Praxistests im flüssigen Element erfolgen – GEIL!